Das Wunder der Meditation

Es ist sehr spannend, in welcher Zeit wir gerade leben dürfen. Die Verdichtung von Informationen und von Wissen, die Vernetzung der Welt durch die neuen Medien und mit Hilfe von Erkenntnissen aus der Wissenschaft, das Wachstum der Menschenmassen und der damit einhergehenden Probleme, die vielen alltäglichen Herausfor- derungen an uns alle, um gemeinsam die Zukunft zu formen. Viele Aufgaben und Lektionen warten auf uns, fordern uns auf, unseren bisher eingeschlagenen Weg zu hinterfragen. Gefragt ist jeder einzelne Mensch ganz individuell, aber auch das Kollektiv als Ganzes, als Gemeinschaft aller Menschenwesen im Einklang mit seiner Mitwelt, das große WIR. Bei all den Anforderungen, die an den Menschen gestellt werden, die Hektik, die Vielfalt an AusWahlMöglichkeiten, alten und neuen Krankheiten und vielen weiteren Dingen mehr, steht er, der Mensch, auch der Frage gegenüber: Wie kann ich mich meinen Aufgaben sinnvoll widmen? Rekapitulieren wir kurz: Es gilt die Annahme im Raum, dass ein Mensch eingebunden ist innerhalb eines größeren Kontextes. Darunter zählt nicht nur die Fülle an Einflüssen, sondern eben auch ein Involviertsein anderer, vielleicht nicht immer sichtbarer, Seinsschichten und versch. Hüllen eigener Wesensart, die dann im Gesamten ein Bild der Ganzheit formen, die das Ich, das eigene Sein, das Wesen Mensch ausmachen und bilden. Um all das in eine Art Einklang zu bringen, fand der Mensch im Laufe seiner Geschichte verschiedene Formen, u.a. die Meditation. Ein In-sich-versenken bzw. eine besondere Form der Konzentration, die es ihm ermöglichte, die eigene Bewusst- heit zu erweitern und zu vertiefen. Vielleicht war dies der Beginn eines Blickes in den eigenen Spiegel. Das, was er darin zu erkennen glaubte, schmückt heute viele spirituelle und philosophische Werke. Und Dank der heutigen Wissenschaft und dem Zeitgeist, der die Dinge zusammen zu bringen scheint, die zusammen gehören, wissen wir, dass die Meditation auch ein tiefes Potential in uns entfalten kann, welches Heilung, Erkenntnis, Lösungen, Verständnis und Mitgefühl in uns zu erzeugen in der Lage ist. Nutzen wir es !?!

Das Geheimnis der Zufriedenheit

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister. "Herr", fragten sie "was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du." Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich." Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: "Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?" Es kam die gleiche Antwort: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich." Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: "Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein." Autor unbekannt

Ausblicke

Neben der Meditation als wichtiges Vehikel für das eigene Bewusstsein und -werden, gesellen sich die Achtsamkeit, die Kontemplation und die Intuition hinzu, die dem Menschen helfen können auf seinem manchmal beschwerlichen Weg innere Klarheit, Kraft, Ausdauer und eine Art roten Faden zu (v)erschaffen. Meditation ist die beständige Flamme einer Lampe, geschützt an einem windstillen Ort. Bhagavad Gita Dem eigenen Herzen zu folgen, die Sprache des Unbewussten zu entschlüsseln, auf die nächtlichen Träume zu achten und von ihnen zu lernen, die Mission der Seele zu spüren und tiefes Vertrauen zu entwickeln, sind alles Bausteine der spirituellen Ur-Natur, die jeder Mensch in und mit sich trägt. Für den Alltag Lösungen zu finden, Kräfte für eigene Projekte zu entfalten, der Selbstheilung Wege zu ebnen und tieferen Frieden mit sich selbst und seiner Mitwelt zu fördern, sind Möglichkeiten und Ergebnis einer regelmäßigen Meditations-Praxis, einer Verankerung in das eigene Erbe der menschlichen Natur.

Liegt in der Ruhe Kraft? - Ja!

Desiderata Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann. Stehe - soweit ohne Selbstaufgabe möglich - in freundlicher Beziehung zu allen Menschen. Äussere deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte, Meide laute und agressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist. Wenn du dich mit anderen vergleichst, könntest Du bitter werden und Dir nichtig vorkommen; denn es wird immer jemanden geben, grösser oder geringer als Du. Freue Dich Deiner eigenen Leistungen wie auch Deiner Pläne bleibe weiter an Deiner eigenen Laufbahn interessiert, Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten. In deinen geschäftlichen Angelegenheiten lass Vorsicht walten; denn die Welt ist voller Betrug. Aber dies soll dich nicht blind machen gegen gleichermassen vorhandene Rechtschaffenheit. Viele Menschen ringen um hohe Ideale; und überall ist das Leben voller Heldentum. Sei Du selbst; vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung. Noch sei zynisch was die Liebe betrifft; denn auch im Angesicht aller Dürre und Entäuschung ist sie doch immerwährend wie das Gras. Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluss der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit sie Dich im plötzlich hereinbrechenden Unglück schütze. Aber beunruhige Dich nicht mit Einbildungen. Viele Befürchtungen sind Folgen von Erschöpfung und Einsamkeit. Bei einem heilsamen Mass an Selbstdisziplin sei gut zu Dir selbst. Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und die Sterne; Du hast ein Recht hier zu sein. Und ob es Dir nun bewusst ist oder nicht; zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen. Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung Du auch von ihm hast und was immer Dein Mühen und Sehnen ist. In der lärmenden Wirrnis des Lebens erhalte Dir den Frieden Deiner Seele. Trotz all ihrem Schein, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist diese Welt doch wunderschön. Sei vorsichtig, strebe danach, glücklich zu sein. Max Ehrmann, 1872-1945

Erkenntnisse sammeln

“Gönne dir einen Augen- blick der Ruhe und du begreifst, wie närrisch du herumgehastet bist. Lerne zu schweigen und du merkst, dass du viel zu viel geredet hast. Sei gütig und du siehst ein, dass dein Urteil über andere allzu hart war.” Tschen Tschiju

Eine besondere Reise

"Hinab und Hinein in dein eigenes Inneres musst du steigen; denn dort ist der Garten, der wahre, wirk- liche, von dem die Welt nur Abbild und Abglanz ist. ... Ihr aber rennt euch selber davon; und wenn ihr er- wacht, ist es zu spät, und bleibt ihr allein und ver- zweifelt. Glaubt mir, nur der findet Seligkeit, der vor dem Sterben schon stirbt.” Dschalal ad-Din ar-Rumi
Eine notwendige Erklärung Eine notwendige Erklärung
Ich bin Frieden, umgeben von Frieden, sicher in Frieden. Frieden schützt mich, Frieden unterstützt mich, Frieden ist in mir, der Frieden ist mein - alles ist gut. Friede allem, was lebt, Friede unter allem, was lebt, Friede durch alles, was lebt. Ich bin durchdrungen von Frieden, in den Straßen, bei der Arbeit, erfüllt von friedvollen Gedanken, friedvollen Worten, friedvollen Taten. eine buddhistische Meditation
2/3
„Wenn wir wirklich lebendig sind,  ist alles, was wir tun oder spüren,  ein Wunder.  Achtsamkeit zu üben bedeutet,  zum Leben im gegenwärtigen  Augenblick zurückzukehren.“ Thich Nhat Hanh
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© Stiller Anker, Thorsten Schade, Norden

Das Wunder der Meditation

Es ist sehr spannend, in welcher Zeit wir gerade leben dürfen. Die Verdichtung von Informationen und von Wissen, die Vernetzung der Welt durch die neuen Medien und mit Hilfe von Erkenntnissen aus der Wissenschaft, das Wachstum der Menschenmassen und der damit einhergehenden Probleme, die vielen alltäglichen Herausfor-derungen an uns alle, um gemeinsam die Zukunft zu formen. Viele Aufgaben und Lektionen warten auf uns, fordern uns auf, unseren bisher eingeschlagenen Weg zu hinterfragen. Gefragt ist jeder einzelne Mensch ganz individuell, aber auch das Kollektiv als Ganzes, als Gemeinschaft aller Menschenwesen im Einklang mit seiner Mitwelt, das große WIR. Bei all den Anforderungen, die an den Menschen gestellt werden, die Hektik, die Vielfalt an AusWahlMöglichkeiten, alten und neuen Krankheiten und vielen weiteren Dingen mehr, steht er, der Mensch, auch der Frage gegenüber: Wie kann ich mich meinen Aufgaben sinnvoll widmen? Rekapitulieren wir kurz: Es gilt die Annahme im Raum, dass ein Mensch eingebunden ist innerhalb eines größeren Kontextes. Darunter zählt nicht nur die Fülle an Einflüssen, sondern eben auch ein Involviertsein anderer, vielleicht nicht immer sicht- barer, Seinsschichten und versch. Hüllen eigener Wesensart, die dann im Gesamten ein Bild der Ganzheit formen, die das Ich, das eigene Sein, das Wesen Mensch ausmachen und bilden. Um all das in eine Art Einklang zu bringen, fand der Mensch im Laufe seiner Geschichte verschiedene Formen, u.a. die Meditation. Ein In-sich-versenken bzw. eine besondere Form der Konzentration, die es ihm ermöglichte, die eigene Bewusst- heit zu erweitern und zu vertiefen. Vielleicht war dies der Beginn eines Blickes in den eigenen Spiegel. Das, was er darin zu erkennen glaubte, schmückt heute viele spirituelle und philosophische Werke. Und Dank der heutigen Wissenschaft und dem Zeitgeist, der die Dinge zusammen zu bringen scheint, die zusammen gehören, wissen wir, dass die Meditation auch ein tiefes Potential in uns entfalten kann, welches Heilung, Erkenntnis, Lösungen, Verständnis und Mitgefühl in uns zu erzeugen in der Lage ist. Nutzen wir es !?!

Das Geheimnis der Zufriedenheit

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister. "Herr", fragten sie "was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du." Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich." Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: "Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?" Es kam die gleiche Antwort: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich." Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: "Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein." Autor unbekannt

Ausblicke

Neben der Meditation als wichtiges Vehikel für das eigene Bewusstsein und -werden, gesellen sich die Achtsamkeit, die Kontemplation und die Intuition hinzu, die dem Menschen helfen können auf seinem manchmal beschwerlichen Weg innere Klarheit, Kraft, Ausdauer und eine Art roten Faden zu (v)erschaffen. Meditation ist die beständige Flamme einer Lampe, geschützt an einem windstillen Ort. Bhagavad Gita Dem eigenen Herzen zu folgen, die Sprache des Unbewussten zu entschlüsseln, auf die nächtlichen Träume zu achten und von ihnen zu lernen, die Mission der Seele zu spüren und tiefes Vertrauen zu entwickeln, sind alles Bausteine der spirituellen Ur-Natur, die jeder Mensch in und mit sich trägt. Für den Alltag Lösungen zu finden, Kräfte für eigene Projekte zu entfalten, der Selbstheilung Wege zu ebnen und tieferen Frieden mit sich selbst und seiner Mitwelt zu fördern, sind Möglichkeiten und Ergebnis einer regelmäßigen Meditations- Praxis, einer Verankerung in das eigene Erbe der menschlichen Natur.

Liegt in der Ruhe Kraft? - Ja!

Desiderata Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann. Stehe - soweit ohne Selbstaufgabe möglich - in freundlicher Beziehung zu allen Menschen. Äussere deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte, Meide laute und agressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist. Wenn du dich mit anderen vergleichst, könntest Du bitter werden und Dir nichtig vorkommen; denn es wird immer jemanden geben, grösser oder geringer als Du. Freue Dich Deiner eigenen Leistungen wie auch Deiner Pläne bleibe weiter an Deiner eigenen Laufbahn interessiert, Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten. In deinen geschäftlichen Angelegenheiten lass Vorsicht walten; denn die Welt ist voller Betrug. Aber dies soll dich nicht blind machen gegen gleichermassen vorhandene Rechtschaffenheit. Viele Menschen ringen um hohe Ideale; und überall ist das Leben voller Heldentum. Sei Du selbst; vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung. Noch sei zynisch was die Liebe betrifft; denn auch im Angesicht aller Dürre und Entäuschung ist sie doch immerwährend wie das Gras. Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluss der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit sie Dich im plötzlich hereinbrechenden Unglück schütze. Aber beunruhige Dich nicht mit Einbildungen. Viele Befürchtungen sind Folgen von Erschöpfung und Einsamkeit. Bei einem heilsamen Mass an Selbstdisziplin sei gut zu Dir selbst. Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und die Sterne; Du hast ein Recht hier zu sein. Und ob es Dir nun bewusst ist oder nicht; zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen. Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung Du auch von ihm hast und was immer Dein Mühen und Sehnen ist. In der lärmenden Wirrnis des Lebens erhalte Dir den Frieden Deiner Seele. Trotz all ihrem Schein, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist diese Welt doch wunderschön. Sei vorsichtig, strebe danach, glücklich zu sein. Max Ehrmann, 1872-1945

Erkenntnisse sammeln

“Gönne dir einen Augen- blick der Ruhe und du begreifst, wie närrisch du herumgehastet bist. Lerne zu schweigen und du merkst, dass du viel zu viel geredet hast. Sei gütig und du siehst ein, dass dein Urteil über andere allzu hart war.” Tschen Tschiju

Eine besondere Reise

"Hinab und Hinein in dein eigenes Inneres musst du steigen; denn dort ist der Garten, der wahre, wirk- liche, von dem die Welt nur Abbild und Abglanz ist. ... Ihr aber rennt euch selber davon; und wenn ihr er- wacht, ist es zu spät, und bleibt ihr allein und ver- zweifelt. Glaubt mir, nur der findet Seligkeit, der vor dem Sterben schon stirbt.” Dschalal ad-Din ar-Rumi
Ich bin Frieden, umgeben von Frieden, sicher in Frieden. Frieden schützt mich, Frieden unterstützt mich, Frieden ist in mir, der Frieden ist mein - alles ist gut. Friede allem, was lebt, Friede unter allem, was lebt, Friede durch alles, was lebt. Ich bin durchdrungen von Frieden, in den Straßen, bei der Arbeit, erfüllt von friedvollen Gedanken, friedvollen Worten, friedvollen Taten. eine buddhistische Meditation
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„Wenn wir wirklich lebendig sind,  ist alles, was wir tun oder spüren,  ein Wunder.  Achtsamkeit zu üben bedeutet,  zum Leben im gegenwärtigen  Augenblick zurückzukehren.“ Thich Nhat Hanh
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© Stiller Anker, Norden
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Das Wunder der Meditation

Es ist sehr spannend, in welcher Zeit wir gerade leben dürfen. Die Verdichtung von Informationen und von Wissen, die Vernetzung der Welt durch die neuen Medien und mit Hilfe von Erkenntnissen aus der Wissenschaft, das Wachstum der Menschenmassen und der damit einhergehenden Probleme, die vielen alltäg- lichen Herausforderungen an uns alle, um gemeinsam die Zukunft zu formen. Viele Aufgaben und Lektionen warten auf uns, fordern uns auf, unseren bisher eingeschlagenen Weg zu hinterfragen. Gefragt ist jeder einzelne Mensch ganz individuell, aber auch das Kollektiv als Ganzes, als Gemein- schaft aller Men- schenwesen im Ein- klang mit seiner Mit- welt, das große WIR. Bei all den Anforder- ungen, die an den Menschen gestellt werden, die Hektik, die Vielfalt an Aus- WahlMöglichkeiten, alten und neuen Krankheiten und vielen weiteren Dingen mehr, steht er, der Mensch, auch der Frage gegenüber: Wie kann ich mich meinen Aufgaben sinnvoll widmen? Rekapitulieren wir kurz: Es gilt die Annahme im Raum, dass ein Mensch eingebunden ist innerhalb eines größeren Kontextes. Darunter zählt nicht nur die Fülle an Einflüssen, sondern eben auch ein Involviertsein anderer, vielleicht nicht immer sichtbarer, Seins- schichten und versch. Hüllen eigener Wesensart, die dann im Gesamten ein Bild der Ganzheit formen, die das Ich, das eigene Sein, das Wesen Mensch ausmachen und bilden. Um all das in eine Art Einklang zu bringen, fand der Mensch im Laufe seiner Geschichte verschiedene Formen, u.a. die Meditation. Ein In-sich-versenken bzw. eine besondere Form der Konzentration, die es ihm er- möglichte, die eigene Bewusstheit zu erweitern und zu vertiefen. Vielleicht war dies der Beginn eines Blickes in den eigenen Spiegel. Das, was er darin zu erkennen glaubte, schmückt heute viele spirituelle und philosophische Werke. Und Dank der heutigen Wissenschaft und dem Zeitgeist, der die Dinge zusammen zu bringen scheint, die zusammen gehören, wissen wir, dass die Meditation auch ein tiefes Potential in uns entfalten kann, welches Heilung, Erkenntnis, Lösungen, Verständnis und Mit- gefühl in uns zu erzeugen in der Lage ist. Nutzen wir es !?!

Das Geheimnis der Zufriedenheit

Es kamen einmal ein paar Suchende zu einem alten Zen- meister. "Herr", fragten sie "was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du." Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich." Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: "Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheim- nis?" Es kam die gleiche Antwort: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich." Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend fügte der Meister nach einer Weile hinzu: "Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr auf- steht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Ge- danken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein." Autor unbekannt

Ausblicke

Neben der Meditation als wichtiges Vehikel für das eigene Bewusstsein und -werden, gesellen sich die Achtsamkeit, die Kontemplation und die Intuition hinzu, die dem Menschen helfen können auf seinem manchmal beschwerlichen Weg innere Klarheit, Kraft, Ausdauer und eine Art roten Faden zu (v)erschaffen. Meditation ist die beständige Flamme einer Lampe, geschützt an einem windstillen Ort. Bhagavad Gita Dem eigenen Herzen zu folgen, die Sprache des Unbe-wussten zu entschlüsseln, auf die nächtlichen Träume zu achten und von ihnen zu lernen, die Mission der Seele zu spüren und tiefes Vertrauen zu ent-wickeln, sind alles Bausteine der spirituellen Ur-Natur, die jeder Mensch in und mit sich trägt. Für den Alltag Lösungen zu finden, Kräfte für eigene Projekte zu entfalten, der Selbstheilung Wege zu ebnen und tieferen Frieden mit sich selbst und seiner Mitwelt zu fördern, sind Möglich- keiten und Ergebnis einer regelmäßigen Meditations-Praxis, einer Verankerung in das eigene Erbe der menschlichen Natur.

Liegt in der Ruhe Kraft? - Ja!

Desiderata Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann. Stehe - soweit ohne Selbstaufgabe möglich - in freundlicher Beziehung zu allen Menschen. Äussere deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Geistlosen und Unwissenden; auch sie haben ihre Geschichte, Meide laute und agressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist. Wenn du dich mit anderen vergleichst, könntest Du bitter werden und Dir nichtig vorkommen; denn es wird immer jemanden geben, grösser oder geringer als Du. Freue Dich Deiner eigenen Leistungen wie auch Deiner Pläne bleibe weiter an Deiner eigenen Laufbahn interessiert, Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten. In deinen geschäftlichen Angelegenheiten lass Vorsicht walten; denn die Welt ist voller Betrug. Aber dies soll dich nicht blind machen gegen gleichermassen vorhandene Rechtschaffenheit. Viele Menschen ringen um hohe Ideale; und überall ist das Leben voller Heldentum. Sei Du selbst; vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung. Noch sei zynisch was die Liebe betrifft; denn auch im Angesicht aller Dürre und Entäuschung ist sie doch immerwährend wie das Gras. Ertrage freundlich-gelassen den Ratschluss der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit sie Dich im plötzlich hereinbrechenden Unglück schütze. Aber beunruhige Dich nicht mit Einbildungen. Viele Befürchtungen sind Folgen von Erschöpfung und Einsamkeit. Bei einem heilsamen Mass an Selbstdisziplin sei gut zu Dir selbst. Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und die Sterne; Du hast ein Recht hier zu sein. Und ob es Dir nun bewusst ist oder nicht; zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen. Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung Du auch von ihm hast und was immer Dein Mühen und Sehnen ist. In der lärmenden Wirrnis des Lebens erhalte Dir den Frieden Deiner Seele. Trotz all ihrem Schein, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist diese Welt doch wunderschön. Sei vorsichtig, strebe danach, glücklich zu sein. Max Ehrmann, 1872-1945

Erkenntnisse sammeln

“Gönne dir einen Augenblick der Ruhe und du begreifst, wie närrisch du herum- gehastet bist. Lerne zu schweigen und du merkst, dass du viel zu viel geredet hast. Sei gütig und du siehst ein, dass dein Urteil über andere allzu hart war.” Tschen Tschiju

Eine besondere Reise

"Hinab und Hinein in dein eigenes In- neres musst du steigen; denn dort ist der Garten, der wahre, wirkliche, von dem die Welt nur Abbild und Abglanz ist. ... Ihr aber rennt euch selber davon; und wenn ihr erwacht, ist es zu spät, und bleibt ihr allein und ver- zweifelt. Glaubt mir, nur der findet Seligkeit, der vor dem Sterben schon stirbt.” Dschalal ad-Din ar-Rumi
Ich bin Frieden, umgeben von Frieden, sicher in Frieden. Frieden schützt mich, Frieden unterstützt mich, Frieden ist in mir, der Frieden ist mein - alles ist gut. Friede allem, was lebt, Friede unter allem, was lebt, Friede durch alles, was lebt. Ich bin durchdrungen von Frieden, in den Straßen, bei der Arbeit, erfüllt von friedvollen Gedanken, friedvollen Worten, friedvollen Taten. eine buddhistische Meditation
„Wenn wir wirklich lebendig sind,  ist alles, was wir tun oder spüren,  ein Wunder.  Achtsamkeit zu üben bedeutet,  zum Leben im gegenwärtigen  Augenblick zurückzukehren.“ Thich Nhat Hanh
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