Wo bin ich, wenn ich denke und träume?

Wenn wir uns den Erkenntnissen der spirituellen Traditionen öffnen, auch ihren Widersprüchen, und zudem tiefer in das wissenschaftliche Verstehen unserer materiellen Wirklichkeit eintauchen, kommt ein/e Wanderer/in nicht umhin sich die Frage nach seinem/ihrem Sein, ihrer/seiner eigenen Struktur, auch nach der eigenen Essenz zu stellen: Was und wer bin ich? Ich bin Teil des Ganzen und kann Gott nicht losgelöst vom Rest der Menschheit finden. Mahatma Gandhi Es ist durchaus problematisch heute mit den Worten Gott und Glauben zu hantieren. Bei vielen Menschen gibt es schnell die Gleichung Gott = Kirche. Und mit Kirche wird meist dann eher Nega- tives assoziiert. Der Glauben selbst wird ebenfalls oft im Zusam- menhang gebracht mit Intoleranz, Rechthaber- ei, Allein-Wahrheits- anspruch, Fundamental- ismus, (Glaubens-)Krieg und Machtmißbrauch. Starke atheistische Strömungen bekämpfen den scheinbaren Aberglauben, Spiritualität landet schnell in der Schublade ‘Esoterik’, ein Begriff, der ebenfalls bei vielen Menschen Abwehrhaltungen generiert und pauschales Denken in Richtung Geldmacherei, Scharlatanerie und Humbug hervorbringt. Er steht dann eher als ein Sinnbild, als ein in seiner Bedeutung erfasster Begriff. Es ist dabei sehr schwierig, in sich Klarheit zu entwickeln, wenn viele Widersprüche, unseriöse Phantastereien, Dogmen, Ideologien und Seelenfänger einem auf dem Weg des Selbst- Erkennens begegnen. Was soll ein Mensch denn dann noch glauben? "Ich glaube, es liegt ein Mysterium im Menschen und ich bin sicher, dass es wenigstens wunderbar für den Menschen ist, das Gefühl zu gewinnen, dass er nicht ein hastig gemachter Überaffe ist, und dass etwas viel Wunderbares in seiner Natur und seiner Bestimmung liegt." Sir J.C. Eccles, Gehirnforscher u. Nobelpreisträger Letzten Endes liegt es an jedem einzelnen Menschen selbst, wie tief er sich in sich hineinwagt, auch in das Wissensarchiv der Menschen einblickt, um sich mit vielfältigen Standpunkten den eigenen Blick zu schulen. Michael Ende hat in einem Briefwechsel mit dem Bewusstseins- und Traumforscher Werner Zurfluh folgende Worte für die Entwicklung der eigenen Sichtweise gefunden: Wichtig (...) ist die Fähigkeit, mindestens dreissig verschiedene theoretische Lehrmeinungen über einen Sachverhalt bzw. ein Erlebnis, eine Geschichte, einen Traum usw. zu werfen (so sagen wenigstens die Tibeter). Denn (nur) auf diese Weise wird die Beschränktheit einer Betrachtungsweise offensichtlich, werden Vorstellungen relativiert und kann das Ganz-Andere zum Vorschein kommen. Diese Vorgehensweise löst das Reduziertsein auf das eigene Bewusstsein, das willkürliche Erklärungsbedürfnis, das persönliche (Vor-)Urteil und die egohafte bloss subjektive Meinung auf. Und (nur) so gelingt es, eine formal-inhaltlich total vorgeprägte Sprachlichkeit in ein lebendiges Sprachvermögen umzuwandeln. Ein erzählerisches Miteinander ersetzt dann das rechthaberische Gegeneinander. Ob er, der Mensch, auf seiner Entdeckungsreise zu sich selbst sein spirituelles Erbe entdeckt, seine Essenz, wäre ihm zu wünschen, denn er hat sich dies auch aufgrund seiner Liebesfähigkeit mehr als redlich verdient!

Klopf, klopf... Bitte eintreten!

Wenn der Mensch die Schwelle in seine eigene Essenz, in die eigenen Tiefen, in die ihm innewohnenden Kräfte aus Licht und Schatten, überschreitet und bei sich und in seiner Ganzheit ankommt, entfaltet sich die Fülle seiner Seele, öffnen sich vergrabene und zugeschüttete Kanäle, Türe zu Räumen, voller Potential, Kreativität, Sensitivität, Erkenntnisse und Heilung. Dort eingetreten und angekommen empfängt ihn Ruhe und Gelassenheit, LosLösungen, tiefere Einkehr in sein Selbst und ein fast grenzenloses Verstehen elementarer Zusammenhänge.* Er ist dann umgeben von Liebe, auch von einer gehaltvollen Leere in einer wohltuenden Stille. Ein Ort des Ankommens, eines Heimatgefühls, eines Angebundenseins in einem höheren Sinn und Zweck seines eigenen Tuns und Seins. * soweit dies innerhalb einer Verkörperung möglich ist!

KonZENtration auf das Wesentliche

Bis dahin aber ist es für uns Menschen meist ein weiter und beschwerlicher Weg, voller Hürden und Steine, Leid und Schmerz, vieler Glücksmomente und sog. Schicksalsschläge. Der Weg ist gepflastert mit vielen Fragen, einer Unzahl an Antworten, die als solche nicht immer erkannt werden. Wieso, weshalb, warum? - wer nicht fragt bleibt dumm? Lehrt eure Kinder, was wir unsere Kinder lehren: Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie vereint. Alles ist verbunden. Wenn wir euch unser Land verkaufen, liebt es, so wie wir es liebten, kümmert euch, so wie wir uns kümmerten, behaltet die Erinnerung an das Land, so wie es ist, wenn ihr es nehmt. Und mit all eurer Stärke, eurem Geist, eurem Herzen, erhaltet es für eure Kinder und liebt es - so wie Gott uns alle liebt. Häuptling Seattle Die wichtigste Stunde, ist immer die Gegenwart, der wichtigste Mensch immer der, der dir gerade gegenübersteht, und das notwendigste Werk ist immer die Liebe Meister Eckhart (ca. 1260 - 1328); deutscher Mystiker, Prediger und Professor Prior der Dominikaner, Erfurt, Köln, Paris und Strassburg Im Laufe unseres Lebens sammeln wir viele Antworten in uns, binden diese in Denk- und Verständnisformen ein, bilden daraus Ideologien, Erklärungsmodelle und Wahrnehmungsfilter für die uns umgebende Realität. Sehr oft werden schon dafür die Grundsteine in unserer Kindheit gelegt, Eindrücke, die tiefe Gräben und Furchen in unserem KörperWesen hinterlassen und im und aus dem Hintergrund in uns wirken und nachhallen. Neuronale Vernetzungen, Schwerpunkte konditionierter Erfahrungen, bilden das aus, was uns das Alltägliche bewerten lässt, was uns steuert und wie wir darauf reagieren. Sie formen unser Denken, Fühlen und daraus entstehen große Teile unserer Handlungsweisen. Doch wie weit sind diese (Denk- und Verhaltens-) Programme und Strukturen ‘fest in Stein gemeißelt’? Wie können wir diese verändern, wenn sie uns in der Entwicklung und Wahrnehmungsfähigkeit hemmen und blockieren? Wie weit und tief wirken sie in uns und machen sich wie im Alltag bemerkbar? Und was wäre, wenn es Instanzen in uns gibt, wie zum Beispiel eine Seelenebene, die da maßgeblichen Einfluß darauf ausüben könnte(n)?

Wahrnehmung: Illusion & WIRKlichkeit

Wir müssen nicht nur den Fallstrick des Geistes und der Sinne zerschneiden, wir müssen auch dem Fallstrick des Denkers, dem Fallstrick des Theologen und Kirchengründers, den Schlingen des »Wortes« entfliehen und dürfen der »Idee« nicht hörig sein. Sie alle sind in uns und wollen den Geist in Formen einsperren; doch wir müssen uns davon befreien und immer wieder dem Kleineren zugunsten des Größeren, dem Endlichen zugunsten des Unendlichen entsagen; wir müssen bemüht sein, von Erleuchtung zu Erleuchtung, von Erfahrung zu Erfahrung, von Seelenzustand zu Seelenzustand fortzuschreiten. ... Und wir dürfen uns nicht einmal an jene Wahrheiten klammern, die wir für die sichersten halten, denn sie sind lediglich Formen und Begriffe des Unaussprechlichen, das sich nicht in Formen oder Begriffe zwängen läßt. Sri Aurobindo (aus: Sri Aurobindo oder das Abenteuer des Bewußtseins) Wenn wir den Mut aufbringen, uns selbst zu hinterfragen und uns unserem Licht und unserem Schatten stellen, gewinnen wir dadurch eine Menge! Wir bekommen Antworten, z.B. auf das, wonach unsere Seele dürstet, wie wir heiler werden können, wie wir mit unserer Mitwelt in Frieden leben können, warum wir mit Kreativität beschenkt wurden und wie wir diese sinnvoll für das Wohl Aller einsetzen können. Wir müssen es nur wollen und uns darauf zu bewegen. Unsere innere Tür dafür öffnen und es hineinlassen... Und uns der Frage stellen: Möchte ich das? - und JA sagen! Beim Einatmen schenke ich meinem Körper Ruhe. Beim Ausatmen lächle ich. Ich verweile im gegenwärtigen Moment und weiß, es ist ein wunderbarer Moment. Thich Nhat Hanh

Auf dem Gipfel der

Erkenntnis

"Der Wissenschaftler hat die Berge der Unwissenheit mühsamst und fleissigst erklommen. Er ist dabei, den Gipfel zu erobern, doch als er sich über den letzten Grat hinweg zieht, wird er von einer Gruppe von Mystikern und Religions- stiftern begrüsst, die dort seit Jahrtausenden auf ihn warten!" Dr Robert Jastrow, NASA- Physiker

Jeder Augenblick ist neu

Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
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Eine notwendige Erklärung Eine notwendige Erklärung
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© Stiller Anker, Thorsten Schade, Norden

Wo bin ich, wenn ich denke und träume?

Wenn wir uns den Erkenntnissen der spirituellen Traditionen öffnen, auch ihren Widersprüchen, und zudem tiefer in das wissenschaftliche Verstehen unserer materiellen Wirklichkeit eintauchen, kommt ein/e Wanderer/in nicht umhin sich die Frage nach seinem/ihrem Sein, ihrer/seiner eigenen Struktur, auch nach der eigenen Essenz zu stellen: Was und wer bin ich? Ich bin Teil des Ganzen und kann Gott nicht losgelöst vom Rest der Menschheit finden. Mahatma Gandhi Es ist durchaus problematisch heute mit den Worten Gott und Glauben zu hantieren. Bei vielen Menschen gibt es schnell die Gleichung Gott = Kirche. Und mit Kirche wird meist dann eher Nega- tives assoziiert. Der Glauben selbst wird ebenfalls oft im Zusam- menhang gebracht mit Intoleranz, Rechthaber- ei, Allein-Wahrheits- anspruch, Fundamental- ismus, (Glaubens-)Krieg und Machtmißbrauch. Starke atheistische Strömungen bekämpfen den scheinbaren Aberglauben, Spiritualität landet schnell in der Schublade ‘Esoterik’, ein Begriff, der ebenfalls bei vielen Menschen Abwehrhaltungen generiert und pauschales Denken in Richtung Geldmacherei, Scharlatanerie und Humbug hervorbringt. Er steht dann eher als ein Sinnbild, als ein in seiner Bedeutung erfasster Begriff. Es ist dabei sehr schwierig, in sich Klarheit zu entwickeln, wenn viele Widersprüche, unseriöse Phantastereien, Dogmen, Ideologien und Seelenfänger einem auf dem Weg des Selbst- Erkennens begegnen. Was soll ein Mensch denn dann noch glauben? "Ich glaube, es liegt ein Mysterium im Menschen und ich bin sicher, dass es wenigstens wunderbar für den Menschen ist, das Gefühl zu gewinnen, dass er nicht ein hastig gemachter Überaffe ist, und dass etwas viel Wunderbares in seiner Natur und seiner Bestimmung liegt." Sir J.C. Eccles, Gehirnforscher u. Nobelpreisträger Letzten Endes liegt es an jedem einzelnen Menschen selbst, wie tief er sich in sich hineinwagt, auch in das Wissensarchiv der Menschen einblickt, um sich mit vielfältigen Standpunkten den eigenen Blick zu schulen. Michael Ende hat in einem Briefwechsel mit dem Bewusstseins- und Traumforscher Werner Zurfluh folgende Worte für die Entwicklung der eigenen Sichtweise gefunden: Wichtig (...) ist die Fähigkeit, mindestens dreissig verschiedene theoretische Lehrmeinungen über einen Sachverhalt bzw. ein Erlebnis, eine Geschichte, einen Traum usw. zu werfen (so sagen wenigstens die Tibeter). Denn (nur) auf diese Weise wird die Beschränktheit einer Betrachtungsweise offensichtlich, werden Vorstellungen relativiert und kann das Ganz-Andere zum Vorschein kommen. Diese Vorgehensweise löst das Reduziertsein auf das eigene Bewusstsein, das willkürliche Erklärungsbedürfnis, das persönliche (Vor-)Urteil und die egohafte bloss subjektive Meinung auf. Und (nur) so gelingt es, eine formal-inhaltlich total vorgeprägte Sprachlichkeit in ein lebendiges Sprachvermögen umzuwandeln. Ein erzählerisches Miteinander ersetzt dann das rechthaberische Gegeneinander. Ob er, der Mensch, auf seiner Entdeckungsreise zu sich selbst sein spirituelles Erbe entdeckt, seine Essenz, wäre ihm zu wünschen, denn er hat sich dies auch aufgrund seiner Liebesfähigkeit mehr als redlich verdient!

Klopf, klopf... Bitte eintreten!

Wenn der Mensch die Schwelle in seine eigene Essenz, in die eigenen Tiefen, in die ihm innewohnenden Kräfte aus Licht und Schatten, überschreitet und bei sich und in seiner Ganzheit ankommt, entfaltet sich die Fülle seiner Seele, öffnen sich vergrabene und zugeschüttete Kanäle, Türe zu Räumen, voller Potential, Kreativität, Sensitivität, Erkenntnisse und Heilung. Dort eingetreten und angekommen empfängt ihn Ruhe und Gelassenheit, LosLösungen, tiefere Einkehr in sein Selbst und ein fast grenzenloses Verstehen elementarer Zusammenhänge.* Er ist dann umgeben von Liebe, auch von einer gehaltvollen Leere in einer wohltuenden Stille. Ein Ort des Ankommens, eines Heimatgefühls, eines Angebundenseins in einem höheren Sinn und Zweck seines eigenen Tuns und Seins. * soweit dies innerhalb einer Verkörperung möglich ist!

KonZENtration auf das Wesentliche

Bis dahin aber ist es für uns Menschen meist ein weiter und beschwerlicher Weg, voller Hürden und Steine, Leid und Schmerz, vieler Glücksmomente und sog. Schicksalsschläge. Der Weg ist gepflastert mit vielen Fragen, einer Unzahl an Antworten, die als solche nicht immer erkannt werden. Wieso, weshalb, warum? - wer nicht fragt bleibt dumm? Lehrt eure Kinder, was wir unsere Kinder lehren: Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie vereint. Alles ist verbunden. Wenn wir euch unser Land verkaufen, liebt es, so wie wir es liebten, kümmert euch, so wie wir uns kümmerten, behaltet die Erinnerung an das Land, so wie es ist, wenn ihr es nehmt. Und mit all eurer Stärke, eurem Geist, eurem Herzen, erhaltet es für eure Kinder und liebt es - so wie Gott uns alle liebt. Häuptling Seattle Die wichtigste Stunde, ist immer die Gegenwart, der wichtigste Mensch immer der, der dir gerade gegenübersteht, und das notwendigste Werk ist immer die Liebe Meister Eckhart (ca. 1260 - 1328); deutscher Mystiker, Prediger und Professor Prior der Dominikaner, Erfurt, Köln, Paris und Strassburg Im Laufe unseres Lebens sammeln wir viele Antworten in uns, binden diese in Denk- und Verständnisformen ein, bilden daraus Ideologien, Erklärungsmodelle und Wahrnehmungsfilter für die uns umgebende Realität. Sehr oft werden schon dafür die Grundsteine in unserer Kindheit gelegt, Eindrücke, die tiefe Gräben und Furchen in unserem KörperWesen hinterlassen und im und aus dem Hintergrund in uns wirken und nachhallen. Neuronale Vernetzungen, Schwerpunkte konditionierter Erfahrungen, bilden das aus, was uns das Alltägliche bewerten lässt, was uns steuert und wie wir darauf reagieren. Sie formen unser Denken, Fühlen und daraus entstehen große Teile unserer Handlungsweisen. Doch wie weit sind diese (Denk- und Verhaltens-) Programme und Strukturen ‘fest in Stein gemeißelt’? Wie können wir diese verändern, wenn sie uns in der Entwicklung und Wahrnehmungsfähigkeit hemmen und blockieren? Wie weit und tief wirken sie in uns und machen sich wie im Alltag bemerkbar? Und was wäre, wenn es Instanzen in uns gibt, wie zum Beispiel eine Seelenebene, die da maßgeblichen Einfluß darauf ausüben könnte(n)?

Wahrnehmung: Illusion & WIRKlichkeit

Wir müssen nicht nur den Fallstrick des Geistes und der Sinne zerschneiden, wir müssen auch dem Fallstrick des Denkers, dem Fallstrick des Theologen und Kirchengründers, den Schlingen des »Wortes« entfliehen und dürfen der »Idee« nicht hörig sein. Sie alle sind in uns und wollen den Geist in Formen einsperren; doch wir müssen uns davon befreien und immer wieder dem Kleineren zugunsten des Größeren, dem Endlichen zugunsten des Unendlichen entsagen; wir müssen bemüht sein, von Erleuchtung zu Erleuchtung, von Erfahrung zu Erfahrung, von Seelenzustand zu Seelenzustand fortzuschreiten. ... Und wir dürfen uns nicht einmal an jene Wahrheiten klammern, die wir für die sichersten halten, denn sie sind lediglich Formen und Begriffe des Unaussprechlichen, das sich nicht in Formen oder Begriffe zwängen läßt. Sri Aurobindo (aus: Sri Aurobindo oder das Abenteuer des Bewußtseins) Wenn wir den Mut aufbringen, uns selbst zu hinterfragen und uns unserem Licht und unserem Schatten stellen, gewinnen wir dadurch eine Menge! Wir bekommen Antworten, z.B. auf das, wonach unsere Seele dürstet, wie wir heiler werden können, wie wir mit unserer Mitwelt in Frieden leben können, warum wir mit Kreativität beschenkt wurden und wie wir diese sinnvoll für das Wohl Aller einsetzen können. Wir müssen es nur wollen und uns darauf zu bewegen. Unsere innere Tür dafür öffnen und es hineinlassen... Und uns der Frage stellen: Möchte ich das? - und JA sagen! Beim Einatmen schenke ich meinem Körper Ruhe. Beim Ausatmen lächle ich. Ich verweile im gegenwärtigen Moment und weiß, es ist ein wunderbarer Moment. Thich Nhat Hanh

Auf dem Gipfel der

Erkenntnis

"Der Wissenschaftler hat die Berge der Unwissenheit mühsamst und fleissigst erklommen. Er ist dabei, den Gipfel zu erobern, doch als er sich über den letzten Grat hinweg zieht, wird er von einer Gruppe von Mystikern und Religions- stiftern begrüsst, die dort seit Jahrtausenden auf ihn warten!" Dr Robert Jastrow, NASA- Physiker

Jeder Augenblick ist neu

Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
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(M)Ein spirituelles Wesen

Wenn wir uns den Erkenntnissen der spirituellen Tra- ditionen öffnen, auch ihren Widersprüchen, und zudem tiefer in das wissenschaftliche Verstehen unserer mate- riellen Wirklichkeit eintauchen, kommt ein/e Wanderer/ in nicht umhin sich die Frage nach seinem/ihrem Sein, ihrer/seiner eigenen Struktur, auch nach der eigenen Essenz zu stellen: Was und wer bin ich? Ich bin Teil des Ganzen und kann Gott nicht losgelöst vom Rest der Menschheit finden. Mahatma Gandhi Es ist durchaus problematisch heute mit den Worten Gott und Glauben zu hantieren. Bei vielen Menschen gibt es schnell die Gleichung Gott = Kirche. Und mit Kirche wird meist dann eher Negatives assoziiert. Der Glaub- en selbst wird eben- falls oft im Zusam- menhang gebracht mit Intoleranz, Recht- haberei, Allein-Wahr- heits-anspruch, Fun- damentalismus, (Glaubens-) Krieg und Machtmiß- brauch. Starke atheistische Strömungen be- kämpfen den schein- baren Aberglauben, Spiritualität landet schnell in der Schub- lade ‘Esoterik’, ein Begriff, der ebenfalls bei vielen Menschen Abwehrhaltungen generiert und pauschales Denken in Richtung Geldmacherei, Scharlatanerie und Humbug her- vorbringt. Er steht dann eher als ein Sinnbild, als ein in seiner Bedeutung erfasster Begriff. Es ist dabei sehr schwierig, in sich Klarheit zu entwickeln, wenn viele Widersprüche, unseriöse Phantastereien, Dogmen, Ideologien und Seelenfänger einem auf dem Weg des Selbst-Erkennens begegnen. Was soll ein Mensch denn dann noch glauben? "Ich glaube, es liegt ein Mysterium im Menschen und ich bin sicher, dass es wenigstens wunderbar für den Menschen ist, das Gefühl zu gewinnen, dass er nicht ein hastig gemachter Überaffe ist, und dass etwas viel Wunderbares in seiner Natur und seiner Bestimmung liegt." Sir J.C. Eccles, Gehirnforscher u. Nobelpreisträger Letzten Endes liegt es an jedem einzelnen Menschen selbst, wie tief er sich in sich hineinwagt, auch in das Wissensarchiv der Menschen einblickt, um sich mit vielfältigen Standpunkten den eigenen Blick zu schulen. Michael Ende hat in einem Briefwechsel mit dem Be- wusstseins- und Traumforscher Werner Zurfluh folgende Worte für die Entwicklung der eigenen Sichtweise ge- funden: Wichtig (...) ist die Fähigkeit, mindestens dreissig ver- schiedene theoretische Lehrmeinungen über einen Sach- verhalt bzw. ein Erlebnis, eine Geschichte, einen Traum usw. zu werfen (so sagen wenigstens die Tibeter). Denn (nur) auf diese Weise wird die Beschränktheit einer Betrachtungsweise offensichtlich, werden Vorstellungen relativiert und kann das Ganz-Andere zum Vorschein kommen. Diese Vorgehens- weise löst das Reduziertsein auf das eigene Bewusstsein, das willkürliche Erklärungsbedürfnis, das persönliche (Vor-)Ur- teil und die egohafte bloss subjektive Meinung auf. Und (nur) so gelingt es, eine formal-inhaltlich total vorgeprägte Sprachlichkeit in ein lebendiges Sprachvermögen umzuwan- deln. Ein erzählerisches Miteinander ersetzt dann das recht- haberische Gegeneinander. Ob er, der Mensch, auf seiner Entdeckungsreise zu sich selbst sein spirituelles Erbe entdeckt, seine Essenz, wäre ihm zu wünschen, denn er hat sich dies auch aufgrund seiner Liebesfähigkeit mehr als redlich verdient!

Klopf, klopf... Bitte eintreten!

Wenn der Mensch die Schwelle in seine eigene Essenz, in die eigenen Tiefen, in die ihm innewohnenden Kräfte aus Licht und Schatten, überschreitet und bei sich und in seiner Ganzheit ankommt, entfaltet sich die Fülle seiner Seele, öffnen sich vergrabene und zugeschüttete Kanäle, Türe zu Räumen, voller Potential, Kreativität, Sensitivität, Erkenntnisse und Heilung. Dort eingetreten und angekommen empfängt ihn Ruhe und Gelassenheit, LosLösungen, tiefere Einkehr in sein Selbst und ein fast grenzenloses Verstehen elementarer Zusammenhänge.* Er ist dann umgeben von Liebe, auch von einer gehalt- vollen Leere in einer wohltuenden Stille. Ein Ort des Ankommens, eines Heimatgefühls, eines Angebunden- seins in einem höheren Sinn und Zweck seines eigenen Tuns und Seins. * soweit dies innerhalb einer Verkörperung möglich ist!

KonZENtration auf das Wesentliche

Bis dahin aber ist es für uns Menschen meist ein weiter und beschwerlicher Weg, voller Hürden und Steine, Leid und Schmerz, vieler Glücksmomente und sog. Schicksals- schläge. Der Weg ist gepflastert mit vielen Fragen, einer Unzahl an Antworten, die als solche nicht immer erkannt wer- den. Wieso, weshalb, warum? - wer nicht fragt bleibt dumm? Lehrt eure Kinder, was wir unsere Kinder lehren: Die Erde ist unsere Mutter. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne der Erde. Alles ist miteinander verbunden, wie das Blut, das eine Familie vereint. Alles ist verbunden. Wenn wir euch unser Land verkaufen, liebt es, so wie wir es liebten, kümmert euch, so wie wir uns kümmerten, behaltet die Erinnerung an das Land, so wie es ist, wenn ihr es nehmt. Und mit all eurer Stärke, eurem Geist, eurem Herzen, erhalt- et es für eure Kinder und liebt es - so wie Gott uns alle liebt. Häuptling Seattle Die wichtigste Stunde, ist immer die Gegenwart, der wichtigste Mensch immer der, der dir gerade gegenübersteht, und das notwendigste Werk ist immer die Liebe Meister Eckhart (ca. 1260 - 1328); deutscher Mystiker, Prediger und Professor Prior der Dominikaner, Erfurt, Köln, Paris und Strassburg Im Laufe unseres Lebens sammeln wir viele Antworten in uns, binden diese in Denk- und Verständnisformen ein, bilden daraus Ideologien, Erklärungsmodelle und Wahr- nehmungsfilter für die uns umgebende Realität. Sehr oft werden schon dafür die Grundsteine in unserer Kindheit gelegt, Eindrücke, die tiefe Gräben und Furchen in unserem KörperWesen hinterlassen und im und aus dem Hintergrund in uns wirken und nach- hallen. Neuronale Vernetz- ungen, Schwerpunkte konditionierter Erfahr- ungen, bilden das aus, was uns das Alltägliche bewerten lässt, was uns steuert und wie wir darauf reagieren. Sie formen unser Denken, Fühlen und daraus entstehen große Teile unserer Handlungs-weisen. Doch wie weit sind diese (Denk- und Verhaltens-) Programme und Strukturen ‘fest in Stein gemeißelt’? Wie können wir diese verändern, wenn sie uns in der Entwicklung und Wahrnehmungs-fähigkeit hemmen und blockieren? Wie weit und tief wirken sie in uns und machen sich wie im Alltag bemerk-bar? Und was wäre, wenn es Instanzen in uns gibt, wie zum Beispiel eine Seelenebene, die da maßgeblichen Einfluß darauf ausüben könnte(n)?

VerANTWORTung

Wir müssen nicht nur den Fallstrick des Geistes und der Sinne zerschneiden, wir müssen auch dem Fallstrick des Denkers, dem Fallstrick des Theologen und Kirchengründers, den Schlingen des »Wortes« entfliehen und dürfen der »Idee« nicht hörig sein. Sie alle sind in uns und wollen den Geist in Formen einsperren; doch wir müssen uns davon befreien und immer wieder dem Kleineren zugunsten des Größeren, dem Endlichen zugunsten des Unendlichen entsagen; wir müssen bemüht sein, von Erleuchtung zu Erleuchtung, von Erfahrung zu Erfahrung, von Seelen- zustand zu Seelenzustand fortzuschreiten. ... Und wir dürfen uns nicht einmal an jene Wahrheiten klam- mern, die wir für die sichersten halten, denn sie sind lediglich Formen und Begriffe des Unaussprechlichen, das sich nicht in Formen oder Begriffe zwängen läßt. Sri Aurobindo (aus: Sri Aurobindo oder das Abenteuer des Bewußtseins) Wenn wir den Mut aufbringen, uns selbst zu hinterfragen und uns unserem Licht und unserem Schatten stellen, ge- winnen wir dadurch eine Menge! Wir bekommen Antworten, z.B. auf das, wonach unsere Seele dürstet, wie wir heiler werden können, wie wir mit unserer Mitwelt in Frieden leben können, warum wir mit Kreativität beschenkt wurden und wie wir diese sinnvoll für das Wohl Aller einsetzen können. Wir müssen es nur wollen und uns darauf zu bewegen. Unsere innere Tür dafür öffnen und es hineinlassen... Und uns der Frage stellen: Möchte ich das? - und JA sagen! Beim Einatmen schenke ich meinem Körper Ruhe. Beim Ausatmen lächle ich. Ich verweile im gegenwärtigen Moment und weiß, es ist ein wunderbarer Moment. Thich Nhat Hanh

Auf dem Gipfel der

Erkenntnis

"Der Wissenschaftler hat die Berge der Un- wissenheit mühsamst und fleissigst erklom- men. Er ist dabei, den Gipfel zu erobern, doch als er sich über den letzten Grat hin- weg zieht, wird er von einer Gruppe von Mystikern und Religionsstiftern be- grüsst, die dort seit Jahrtausenden auf ihn warten!" Dr Robert Jastrow, NASA- Physiker

Jeder Augenblick ist

neu

Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle ander- en immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
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